Professionalisierung

 

 

Lehrkräfte verstehen sich als Expertinnen und Experten für das Lehren und Lernen und den Kompetenzerwerb, um die einzelnen Schülerinnen und Schüler bestmöglich individuell zu fordern und zu fördern. Dabei berücksichtigen sie die Heterogenität und Diversität der Schülerinnen und Schüler sowie weitere Themenfelder (zum Beispiel Medienbildung und Digitalisierung). Diesen Ansprüchen werden Lehrkräfte gerecht, indem sie ihre beruflichen Kompetenzen fortwährend pflegen, die Schulentwicklung befördern und die Vielzahl der Fähigkeiten im Kollegium nutzen (zum Beispiel Arbeit in multiprofessionellen Teams) [1]https://lehrkraefteakademie.hessen.de/sites/lehrkraefteakademie.hessen.de/files/Hessischer%20Referenzrahmen%20Schulqualitaet-HRS.pdf, S. 32 . So die einleitende Präambel zum Qualitätsbereich IV „Professionalität der Lehrkräfte“ des Hessischen Referenzrahmens Schulqualität (HRS).

Im Folgenden stelle ich drei Dimensionen vor. Mit der Empfehlung, die dort vorgestellten Anregungen/Beispiele nicht individuell anzugehen und zu bearbeiten, sondern vernetzt. Mit Kolleginnen und Kollegen, mit denen man gerne zusammenarbeitet…

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    Eigene Unterrichtsentwicklung

    Lehrkräfte zeigen Eigenverantwortung zu lebenslangem Lernen und zum kontinuierlichen Ausbau der eigenen Kompetenzen. Ihr Lernen orientiert sich an den gesellschaftlichen Herausforderungen, den erziehungswissenschaftlichen sowie pädagogischen Erkenntnissen und zielt auf die fortlaufende Professionalisierung der eigenen pädagogischen Praxis.[2]ebda., S. 32

    1. Tipp: 

    2. Tipp:

    Ich gebe zu, der folgende Link ist sehr unübersichtlich, dennoch empfehle ich ein Durchscrollen in dieser Edutwitter Aktion „WOW der Woche“ (#wowdw):

     

     

    Oder, wer es übersichtlicher mag: Eine Zusammenstellung im PDF-Format (einfach auf die Bilder klicken)

    Organisation von Lehr- und Lernprozessen

    Bei der Planung und Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen gehen die Lehrkräfte von den einzelnen Schülerinnen und Schülern aus und berücksichtigen dabei rechtliche Vorgaben, schulinterne Regelungen sowie Kriterien guten Unterrichts. Dabei kommen berufsethische Prinzipien zum Tragen, die von der Mitverantwortung für die individuelle Entwicklung und von der Förderung aller Schülerinnen und Schüler gekennzeichnet sind. Dazu ist es auch notwendig, sich über die Lern- und Persönlichkeitsentwicklung der einzelnen Schülerinnen und Schüler auszutauschen. Um die vorhandenen Expertisen und Ressourcen effektiv zu nutzen, findet eine enge Kooperation des gesamten schulischen Personals statt.[3]ebda., S. 34

    1. Tipp:

    Auseinandersetzung mit Lehr- und Lernkonzepten, z. B.:

    Beiden ist gemeinsam, dass sie eine hohe Selbstbestimmung der Schülerinnen und Schüler ermöglichen können, so wie Michael Mittag es in seinem Video Selbstbestimmungstheorie der Motivation beschreibt.

    2. Tipp:

    Auseinandersetzung mit Lernraumkonzepten:[4]https://excitingedu.de/wp-content/uploads/2021/12/Magazin-excitingedu_Ausgabe-2-21_ePub.pdf, S. 6ff

     

    Mitgestaltung der Schul- und Unterrichtsentwicklung

    Um der zunehmenden Komplexität bei der Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags gerecht werden zu können, ohne als einzelne Lehrkraft immer wieder aufs Neue eigene Wege und Lösungen finden zu müssen, nutzen die Lehrkräfte das gemeinsame schulische Engagement. Die Kompetenzen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Schule werden dabei zusammengeführt. Dies betrifft die einzelne Lehrkraft insbesondere durch die selbstverständliche Weitergabe des eigenen Wissens, die kollegiale Zusammenarbeit bei der Ausgestaltung von Vorgaben (zum Beispiel Fachcurricula), die Klärung von Rollen und Verantwortung zwischen Professionen (zum Beispiel zwischen Lehrkräften und sozialpädagogischen Fachkräften) sowie die Verantwortungsübernahme bei Schulentwicklungsaktivitäten.[5]ebda., S. 37

    1. Tipp: Prüfungskultur

    In Edutwitter wird zurzeit an vielen Stellen über „Schule ohne Noten“ diskutiert. Kürzlich haben sich dazu Heinz Meidinger (Deutscher Lehrerverband) und einer der Protagonisten von pruefungskultur.de, Björn Nölte in einem Streitgespräch online „ausgetauscht“. Ich habe mich einmal vor längerer Zeit mit dem Thema beschäftigt und war überrascht, was bereits vor Pandemiezeiten alles möglich war und ist:

     

    2. Tipp: Unterrichtshospitationen

    Lehrkräfte geben ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Planungen zur gegenseitigen Bereicherung weiter. Sie stärken damit die Verständigung und den Austausch. Gemeinsame Lehrprozessplanungen leisten einen Beitrag zur Sicherung der Unterrichtsqualität und entlasten die einzelnen Lehrkräfte, etwa durch Verabredung einer kollegialen Hospitation.

    Kollegiale Unterrichtshospitationen mit anschließendem Feedback gelten als sehr wirksame Methode, den eigenen Unterricht zu reflektieren und zur Professionalisierung der Lehrkräfte beizutragen. Laut Kempfert & Ludwig[6]Kempfert, G./Ludwig, M.: Kollegiale Unterrichtsbesuche. Besser unterrichten durch Kollegen-Feedback. Beltz Verlag. Weinheim und Basel. 2. Aufl. 2010. S. 24 bringen sie folgende Vorteile:

    • Der Unterricht wird gemeinsam untersucht, erforscht, reflektiert und verbessert.
    • Die Beobachtungsschwerpunkte werden von den Lehrkräften ausgehandelt, sie orientieren sich an pädagogischen Werten.
    • Ein Austausch zwischen Lehrerinnen und Lehrern kommt in Gang, der nicht nur die Qualität ihrer Arbeit verbessern, sondern auch die kollegiale Beziehung vertiefen und den Teamgedanken fördern kann.
    • Beobachtungen sind Grundlage des kollegialen Gesprächs: Es wird nicht nur über Unterricht geredet – wie in der Supervision – sondern das Gespräch orientiert sich an Beobachtungsdaten.
    • Die Lehrperson kann ihre Eigenperspektive mit einer Fremdperspektive vergleichen und bekommt die Chance, blinde Flecken in ihrer Arbeit zu entdecken.
    • Neuerungen werden im Unterricht umgesetzt, systematisch erprobt und reflektiert
      Lehrpersonen entwickeln ihre eigene Professionalität wie auch ihre eigene Didaktik weiter.

    Für ein Selbststudium hier einige Empfehlungen:

      • HOSPITATION UND FEEDBACK, Material zur Anregung von Schulentwicklung vom Deutschen Zentrum für Lehrerbildung Mathematik

      • Reichelt/Wenge: Unterrichtsbesuche, Hospitationen und Lehrproben. Das Buch bietet Leitfäden und Checklisten zu unterschiedlichen Unterrichtssituationen an, aus Sicht der Ausbildung (1. und 2. Phase) und Lehrerpraxis (3. Phase). Für einen wirksamen Unterricht sind maßgeblich Tiefenstrukturen in den Blick zu nehmen. Aktuelle Forschungsergebnisse finden sich in:

      • Kognitiv aktivieren. Das Pädagogikheft wartet mit vielen Beispielen aus der Unterrichtspraxis auf. Vieles davon sollte Thema bei einer Unterrichtshospitation sein.

    3. Tipp: Kooperationen mit Universitäten

    Sabine Albert hat in ihrer Beschreibung zur Bedeutung der reflexiven Selbstforschung für die Professionalisierung von Lehrpersonen eine Reihe von „Best Practices“ identifiziert. Sie empfiehlt u. a. eine Vernetzung mit Studierenden, etwa so:[7]https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20338/pdf/HiBiFo_2016_4_Albert_Die_Bedeutung_der_reflexiven.pdf

    • An der Carl von Ossietzky Universität wurde die „Teamforschung“ entwickelt. Dabei bilden berufserfahrene Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit Studierenden kleine Teams, um selbstständig den Unterricht zu beforschen. Nach der Formulierung einer Forschungsfrage erfolgt die Datenerhebung und -auswertung sowie ihre Interpretation, um schließlich in Form eines Forschungsberichtes weiterverwendet werden zu können. Dazu zwei Literaturempfehlungen:
    • An der Pädagogischen Hochschule Wien gibt es die Forscherwerkstatt, in der Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Studierenden in den Naturwissenschaften und in Mathematik forschen. Dabei werden fachlich angeleitete Problemstellungen zu Forschungsfragen, welche darauffolgend selbstständig und handlungsaktiv bearbeitet werden. Es kommt so zu einer Einführung in forschende Lernprozesse, in denen eigenständiges Fragenstellen und das Finden von Antworten oberstes Ziel ist.

     

    In der Schweiz wurde im Rahmen des Q2E-Projektes das sogenannte PUQE-Modell [8]PUQE steht als Abkürzung für „Persönliche, unterrichtsbezogene Qualitätsentwicklung“ entworfen. Der Leitgedanke, der dem Modell zugrunde liegt, lässt sich wie folgt umschreiben: Die institutionelle Verbindlichkeit ist weniger auf das Instrument (hier Jahresgespräch) gerichtet, als vielmehr auf seinen Zweck: nämlich auf die persönliche, unterrichtsbezogene Qualitätsentwicklung.[9]https://www.q2e.ch/wp-content/uploads/sites/162/2020/05/q2e-heft-3-grundlagen-zum-aufbau-einer-feedbackkultur.pdf

    Das Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung (Österreich) hat die Entwicklung von Professionalität im internationalen Kontext betrachtet und folgenden „Domänen“ identifiziert:

    Diese fünf Domänen von Professionalität von LehrerInnen bestimmen das LehrerInnenhandeln im Alltag, und zwar weitgehend unabhängig von Schultyp und Fach. Die entwickelten Domänen bieten Anregungen für die Gestaltung von LehrerInnenbildung, machen wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich und liefern Impulse und inhaltliche Bausteine. Der Fokus wird einerseits auf den zu verändernden organisatorischen Rahmen von LehrerInnenarbeit gelenkt, andererseits werden individuelle Bildungs- und Lernprozesse der Lehrerinnen als entscheidenden Ansatzpunkt gefördert. So werden beide Perspektiven – die Systemebene und die subjektive Ebene – gleichermaßen berücksichtigt. Die entworfenen Domänen machen deutlich, dass eine Weiterentwicklung der Strukturen des Bildungssystems erforderlich sein wird, aber gleichzeitig auch die Person der Lehrerin bzw. des Lehrers aufgefordert ist, in und mit diesen Strukturen als Expertin bzw. als Experte in diesem Sinne „professionell“ umzugehen. Die Verschränkung der beiden Perspektiven ist Voraussetzung für die erfolgreiche Implementierung der entwickelten Domänen – um sie als neue Denkmuster in die Praxis zu bringen. Daraus kann sich ein neues Professionsbewusstsein entfalten und vielfältige Entwicklungsperspektiven können entstehen. [10]https://paedagogik-news.stangl.eu/fuenf-domaenen-der-professionalitaet-von-lehrerinnen

    Die Idee hinter PUQE (in Anwendung auf das EPIK-Modell, vgl Grafik) ist nun, dass sich jede Lehrkraft für einen Zeitraum (z. B. zwei Jahre) eines der Domänen auswählt und sich individuell und/oder kollaborativ damit auseinandersetzt. Qualitätsmerkmale (Evaluation, Dokumentation, …) sind auszuhandeln, individuell und/oder in Zusammenarbeit mit dem Personalrat. 

    Literatur

    Peers

    Eine große Herausforderung der Lehrer*innenbildung besteht in der Bewältigung des Theorie-Praxis-Gaps und dem Aufbau fundierter Handlungskompetenz, die sich vollumfänglich nur in der Zusammenarbeit mit anderen professionellen Lehrkräften entfalten kann. (…) In allen Phasen und in allen Formen der Lehrer*innenbildung, wie etwa in den schulpraktischen Studien, kann das Potenzial der Peers gewinnbringend eingesetzt werden. Das Spektrum einer Nutzung von Gleichgestellten reicht von PeerEducation über Peer-Counseling, Peer-Tutoring bis hin zu Peer-Support und Peer-Mentoring; empirische Befunde belegen die Wirksamkeit des Einsatzes diverser Formate.

    Das Heft ‚Peers‘ geht der Thematik einer Nutzung der Potenziale Gleichgestellter im Sinne einer Auffächerung des Ansatzes durch die Versammlung verschiedener Beiträge nach.

    PLAN BD: Kollaboration

    Unter der Überschrift „Kollaboration” behandelt die erste Ausgabe von Plan BD unterschiedliche kollaborative Ansätze zur Gestaltung von Schule in der digitalen Welt, die in der Vergangenheit bereits im Rahmen von gemeinsamen Fachtagungen mit der Kultusministerkonferenz identifiziert wurden. Denn Kollaboration ist ein zentraler Leitgedanke des digitalen Zeitalters und kann von der Zusammenarbeit im Kollegium bis hin zu gemeinschaftlichen Produktentwicklungen wie Unterrichtsbausteinen von multiprofessionellen Teams in digitalen Umgebungen reichen. Darüber hinaus stehen im Fokus der ersten Ausgabe die Vernetzung von Schulen und Schulträgern im Rahmen der Medienentwicklungsplanung sowie die Verzahnung der Phasen der Lehrkräftebildung.

    Ideen, Konzepte, Meinungen

    Edutwitter

    Tools

    Lehrkräfte zeigen Eigenverantwortung zu lebenslangem Lernen und zum kontinuierlichen Ausbau der eigenen Kompetenzen. Ihr Lernen orientiert sich an den gesellschaftlichen Herausforderungen, den erziehungswissenschaftlichen sowie pädagogischen Erkenntnissen und zielt auf die fortlaufende Professionalisierung der eigenen pädagogischen Praxis.[11]https://lehrkraefteakademie.hessen.de/sites/lehrkraefteakademie.hessen.de/files/Hessischer%20Referenzrahmen%20Schulqualitaet-HRS.pdf, S. 32

      HRS-Online

      Der Hessische Referenzrahmen Schulqualität (HRS) erläutert nicht nur die Kriterien einer professionell entwickelten Qualitätskultur, sondern bietet darüber hinaus auch Online-Tools an, die auch bundesweit von jeder Lehrkraft genutzt werden kann. Das sind im Einzelnen

      • Feedback und Weiterentwicklung durch Selbstreflexion

      Lehrkräfte achten auf die Entwicklung der eigenen Lehrkompetenz im Sinne des lebenslangen Lernens. Individualfeedback und Reflexion regen zur Weiterentwicklung an. Maßgeblich ist dabei das Lern- und Erkenntnisinteresse der Lehrkraft, welches die eigenen Potenziale in den Blick nimmt. Die Auswertung der Feedbacks erfolgt mit den betroffenen Beteiligten. Die Ergebnisse werden durch die Analyse der Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler ergänzt.

        Materialien mit Hinweisen

        • zur Vorbereitung
        • zur Durchführung der Selbstreflexion
        • zur Auswertung der Ergebnisse
        • zur Zielsetzung für die unterrichtliche Weiterentwicklung

        Materialien mit Hinweisen

        • zur Vorbereitung
        • zur Durchführung des Feedbacks
        • zum anschließenden Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern
        • zur Auswertung der Ergebnisse
        • zur Zielsetzung für die unterrichtliche Weiterentwicklung
        • Teamarbeit

        Professionell kooperierend tragen die beteiligten Lehrkräfte und das weitere pädagogische Personal gemeinsam die Verantwortung für die LehrLernprozesse und individuelle Förderung. Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Lernarrangements werden im Team vorgenommen. Die Rollen im Team richten sich jeweils nach schulinternen Regelungen. Das Team ergänzt sich und zeichnet sich durch Perspektivenvielfalt und unterschiedliche Expertisen aus.

        • Mitgestaltung der Schul- und Unterrichtsentwicklung

        Lehrkräfte einer Schule sind sich ihrer gemeinsamen Verantwortung für die Entwicklung ihrer Schule und der LehrLernprozesse bewusst. Sie engagieren sich in Teamarbeit und stärken die Identifikation mit der Schule sowie das
        Schulklima. Sie wirken bei der Verständigung über Handlungsfelder mit und nutzen dafür Instrumente und Strukturen der Partizipation und Abstimmung (hier am Beispiel einer Fokusevaluation).

         

        Materialien mit Hinweisen

        • zur Vorbereitung
        • zur Durchführung der Hospitation
        • zum anschließenden Gespräch mit der professionellen Beobachterin oder dem professionellen Beobachter
        • zur Auswertung der Ergebnisse
        • zur Zielsetzung für die unterrichtliche Weiterentwicklung

        Lernen in Präsenz und auf Distanz bedarf einer angepassten Organisation von Lehr-Lernprozessen. Um sich dieser Aufgabe gezielt widmen zu können, ist das Fokusheft Lehrkraft entstanden.

        Als Lehrkraft können Sie

        • eine fokussierte, das heißt spezifisch erweiterte Selbstreflexion vornehmen oder
        • ein auf das Lernen in Präsens und auf Distanz angepasstes Feedback von Ihren Schülerinnen und Schülern online oder analog einholen.

        Weitere Online-Tools

        leer
        SELFIEforTEACHERS

        SELFIEforTEACHERS ist ein Online-Tool zur Unterstützung von Lehrern der Primar- und Sekundarstufe bei der Entwicklung ihrer digitalen Kompetenz und der Nutzung digitaler Technologien in ihrer beruflichen Praxis. Durch einen Selbstreflexionsprozess können die Lehrenden mehr über ihre digitale Kompetenz und ihre Stärken und Lücken erfahren, um weitere Fortschritte zu machen.
        Für den Zugriff auf das Tool ist ein EU Login-Konto erforderlich.
        Die Anmeldung ist ganz einfach, und jede Lehrkraft in Europa oder auf der ganzen Welt kann das Tool kostenlos nutzen. Weitere Informationen finden sich hier.

        digi.checkP

        Der digi.checkP ist ein Selbstevaluationsinstrument für Pädagoginnen und Pädagogen zur Einschätzung ihrer digitalen Kompetenzen.

        Basis ist das digi.kompP-Kompetenzmodell, das auf der Website der Virtuellen PH abrufbar ist:

        Darin sind vor allem jene digitalen Kompetenzen definiert, die Pädagoginnen und Pädagogen benötigen, um digitale Medien sinnvoll im Klassenzimmer einzusetzen.

        Das Selbstevaluationsinstrument besteht aus zwei Teilen:

        • Zunächst werden Selbsteinschätzungsfragen beantwortet: Auf einer Skala schätzen Pädagoginnen und Pädagogen ihre digitalen Kompetenzen ein.
        • Im Anschluss werden Multiple Choice-Wissensfragen zu allen Dimensionen des digi.kompP-Kompetenzmodells beantwortet.

        Der Abschlussbericht stellt die Selbsteinschätzung den Wissensfragen gegenüber und gibt so ein Selbst- und Fremdbild, das Aufschluss über sinnvolle weitere Schritte in der persönlichen Fortbildungsplanung gibt.

        DigCompEdu (Vorgänger von SELFIEforTEACHERS), übersetzt vom NLQ Medienberatung Niedersachsen

        Dieses Tool zur Selbsteinschätzung basiert auf dem Europäischen Rahmen für die Digitale Kompetenz Lehrender, dem European Digital Competence Framework for Educators (DigCompEdu)

        Der DigCompEdu Kompetenzrahmen definiert 22 Kompetenzen in sechs Bereichen. Die Kompetenzen werden auf sechs verschiedenen Kompetenzebenen (A1, A2, B1, B2, C1, C2) erklärt. DigCompEdu richtet sich an Lehrende auf allen Bildungsebenen, von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen bis hin zur Hochschul- und Erwachsenenbildung. Ziel des Kompetenzrahmens ist es, Lehrende beim Einsatz digitaler Medien zur Verbesserung und Innovation von Bildungsangeboten zu unterstützen.

        Diese Umfrage soll Ihnen ermöglichen, Ihre Stärken und Schwächen beim Einsatz digitaler Medien im Bildungskontext zu reflektieren. Wir laden Sie ein, sich selbst anhand von 22 Aussagen, die stellvertretend für die 22 DigCompEdu Kompetenzen stehen, einzuschätzen. Wählen Sie für jedes dieser Elemente eine von fünf Antwortoptionen aus.

        Zur Umfrage …

         

        PROFILehrkraft

        Die eigenen Stärken als Lehrerin oder Lehrer reflektieren – dafür gibt es das Tool PROFILehrkraft.

        Mit verschiedenen Items kann das eigene professionelle Handeln gesichtet und Handlungs- oder Fortbildungsbedarf festgestellt werden. Die Aufgabenfelder des Lehrerberufs werden mit Unterpunkten konkretisiert und Antworten auf einer 5er-Skala angekreuzt. Daraus ergibt sich ein differenziertes Bild: Inwieweit bin ich schon Profi?

        Das Tool unterstützt bei der Studienwahl auf Lehramt, im Berufsalltag zur Selbstreflexion, in der Schulleitung zur Personalentwicklung und für den Fortbildungsbedarf bei Seiteneinsteigern.

        Zum Angebot von SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland

         

        Weitere Tipps

        Professionelle Lerngemeinschaften

        Prof. Claus C. Buhren: Professionelle LerngemeinschaftenTeamarbeit in ihrer produktivsten Form

        Professionelle Lerngemeinschaften leisten viel mehr, als mit klassischer Teamarbeit möglich ist. Sie können die Schul- und Unterrichtsentwicklung entscheidend vorantreiben. Wie das gelingen kann und was professionelle Lerngemeinschaften von herkömmlichen Gruppen unterscheidet, erklärt Claus G. Buhren in einem Gastbeitrag für das Schulportal.

        Deutsches Schulportal: Team-Kleingruppen-ModellSchule in Team­strukturen denken und leben

        An einer großen Gesamtschule in Göttingen arbeiten Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern, im Team-Kleingruppen-Modell zusammen. Eine von Vertrauen und Wohl­fühlen geprägte Atmos­phäre schafft die Voraus­setzungen, um effektiv zusammen­zu­arbeiten und erfolg­reich zu lernen.

        Nancy Warbeck (Hochschule Heilbronn): Working Out Loud – Peer-Coaching für eine neue Offenheit in Wirtschaft und Wissenschaft

        Die Wissenschaft vernetzt sich! Allein das Hochschulforum für Digitalisierung bietet verschiedene Plattformen für wissenschaftlichen Austausch und Inspiration. Nicole Engelhardt (FernUniversität Hagen) und Nancy Warbeck (HHN) haben nun das Angebot auf HFDnet um einen weiteren Channel ergänzt: Working Out Loud (WOL). Sie wollen wissen, worum es dabei geht oder wie diese Methode im Hochschulumfeld eingesetzt werden kann? Dieser Blogbeitrag stellt die Methode WOL vor und geht auf Einsatzgebiete in der Hochschule ein.

        Durchaus übertragbar auf das System Schule, wie sich hier im folgenden Tipp zeigen wird …

        Gemeinsam lernt es sich am besten – was schon in der Schule stimmte, setzt sich auch in der Arbeitswelt oder im Ehrenamt fort. Denn: Wer anderen etwas erklären kann, hat es wirklich verstanden!
        Und: Gerade in Zeiten der Digitalisierung lernt man nie aus. Häufig stehen wir in unseren Organisationen oder Unternehmen vor Herausforderungen, internen oder externen Widerständen, wenn wir uns in Sachen „Digitalisierung“ auf den Weg machen wollen. Oder man weiß gerade selbst nicht genau, welche Punkte man innerhalb der komplexen Gemengelage als nächstes angehen sollte.
        Das Gute: Es gibt viele Formate, mit denen man auch nach Schule und Uni seinen Horizont durch gemeinsames Lernen erweitern kann. Häufig spricht man dabei vom sogenannten Peer-to-Peer-Learning. Das bedeutet, dass Menschen mit ähnlichen Zielsetzungen, Problemstellungen oder Herausforderungen zusammenkommen, um auf Augenhöhe und hierarchiefrei gemeinsam Lösungen zu finden.
        In dieser neuen Serie möchten wir euch einige dieser Formate vorstellen. Vom Barcamp über die Nightshift, vom Hackathon bis hin zur Lean Coffee Methode – in den nächsten Wochen erfahrt ihr alles, was ihr jemals über Peer-to-Peer-Formate wissen wolltet – und vieles mehr.

         

        Selbstlernkurse

        Fortbildungsangebote

        Übersicht aktueller kostenfreier Webinare mit „unkomplizierter“ Anmeldung für Lehrer*Innen. Die Webinare sind mit Daten notiert und nach Fachgruppen geordnet. Anmeldelink und Startzeitpunkt sind jeweils notiert.

        Der Bereich Grundschule ist gebündelt, d.h. anhand der Labels können die Fächer nachvollzogen werden. „Grün“ steht für Mathematik/ Naturwissenschaften, „Violett“ stellt die Sprachen dar. Die Labels „Gelb“ (gesellschaftswissenschaftlicher Bereich), sowie „Schwarz“ (digitale Schulentwicklung) und „Rosa“ (weitere Fächer) dürften ersichtlich sein 😉

        • Humboldt Universität Berlin (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät): Für Schulen

        Digitale Medien eröffnen uns neue Möglichkeiten des Lehrens und Lernens und erfordern für den kritischen und effektiven Einsatz digitale Kompetenzen. Daher bieten wir Lehrkräften aller Unterrichtsfächer und Schulformen regelmäßig Fortbildungen zu Themen des Lehrens und Lernens mit und über digitale Medien in Schulen an. Um gleichzeitig möglichst viele Lehrkräfte unterstützen zu können, bieten wir zusätzlich Online-Fortbildungen zum technologiegestützten Lehren und Lernen an. Darüber hinaus stellen wir Unterrichtsmaterialien für MINT-Unterrichtsfächer, welche im Rahmen von Seminar- und Forschungsarbeiten erstellt wurden, zum Herunterladen zur Verfügung.

        Konzepte, Ideen

        Der Einsatz von digitalen Medien kann dabei helfen, Lehrinhalte individuell und passgenau an unterschiedliche Lerngruppen oder Schülerinnen und Schüler zu vermitteln. Deswegen verfolgt das neue Schwerpunktthema „Differenzieren mit digitalen Medien” auf dem mebis Infoportal das Ziel,  einen Einblick in die Möglichkeiten der Differenzierung mit digitalen Medien zu geben.

        So werden im Beitrag Differenzieren in der Praxis praktische Tipps zur Umsetzung der inhaltlichen und methodischen Differenzierung gegeben. Der Fokus der Umsetzungsbeispiele liegt dabei auf der Nutzung der mebis Lernplattform.

        Im Beitrag Studien zum Thema erfahren Lehrkräfte zusätzlich, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse es in Bezug auf das Lernen mit digitalen Medien gibt, die für selbstgesteuertes Lernen eingesetzt werden können. Außerdem werden sechs teachSHARE-Kurse vorgestellt, in denen die unterschiedlichen Arten der Differenzierung praktisch erprobt wurden. Neben Informationen über den Aufbau und den Inhalt des jeweiligen Kurses gibt es hier  auch hilfreiche Tipps zum Einsatz der Kurse im Unterricht.

         

        Schule im Kontext von inklusiver Bildung in der digitalen Welt zu denken bedeutet, Schule neu zu erfinden, um einen zukunftsfähigen Unterricht zu gestalten. Als Lehrer*innen ist es dabei unsere Aufgabe, ein neues Verständnis von Lernen und Lehren im 21. Jahrhundert zu entwickeln. Ausgehend von der VUCA-Welt gilt es vier Entwicklungsfelder in den Blick zu nehmen, um den Wandel von Schule und Unterricht einzuleiten und eine neue Lernkultur zu etablieren.

        15 Arbeitsblätter stellen verschiedene digitale Methoden bzw. Konzepte kurz vor und laden zum Selbstlernen und Ausprobieren ein. 

        Lernbausteine

         

        In den Lernbausteinen werden Informationen zum Lernen und Lehren in einer digitalen Welt veröffentlicht.

        Der Kurs kann mit einem Gastzugang besucht werden.

        Selbstlernkurse

        • Landesmedienzentrum Baden-Württemberg: Selbstlernkurse im Moodleformat
          • Arbeiten mit und in einem Moodle-Kurs
          • Umgang mit dem Tablet – iPad für Anfänger/-innen
          • Videoproduktion mit dem Tablet für Einsteiger/-innen
          • Digitales Präsentieren – Präsentation erstellen für Anfänger/-innen
          • Medienproduktion im Unterricht – Fotografie und Bildbearbeitung für Anfänger/-innen
          • Einstieg in H5P für Anfänger/-innen
          • Podcast, Hörspiele und Co.: Grundlagen der Audioproduktion
          • Urheberrechtlich sichere und bildungsplankonforme Unterrichtsmaterialien aus dem Internet – SESAM-Mediathek
          • Methodisch Didaktisch Arbeiten mit Videokonferenzen
          • Arbeiten im Computerraum – paedML für Grundschulen

         

         

        Der Kurs ist als offenes Online-Lernangebot gestaltet. Ich habe ihn ursprünglich für eine Fortbildung im LISUM gestaltet. Auch dort war das Konzept sehr offen. Jetzt als Selbstlernkurs gilt das natürlich umso mehr. Das bedeutet: Du kannst und solltest hier so lernen, wie es für Dich passt.

        • Du kannst die Lerneinheiten chronologisch durchgehen – oder Dir gezielt die Fragen heraussuchen, die Dich besonders interessieren.
        • Du kannst alles an einem Tag lernen – oder immer mal wieder.
        • Du kannst Dir erst einmal einen groben Überblick verschaffen – oder Dich in einzelne Themen vertiefen.

        Jede Lerneinheit startet mit einem kurzen Intro-Clip zum Einstieg. Darin erfährst Du in maximal 5 Minuten, um was es in der Lerneinheit geht. Anschließend folgen Inhalte. Häufig handelt es sich dabei um kuratierte Inhalte aus dem Netz, die eingebettet oder verlinkt werden. Zum Abschluss jeder Lerneinheit gibt es die Rubrik ‘Jetzt bist Du dran’. Hier findest Du Vorschläge, um im Netz selbst aktiv zu werden (= der beste Weg, um zu einer Kultur der Digitalität zu lernen), Dich mit anderen auszutauschen und Ideen für Deine eigene Strategie an Deiner Schule festzuhalten.

        Dazu passen die sechs Video zu offenen Kollaborationstools (ebenfalls von Nele Hirsch)

          Bei den OERcamps treffen sich seit 2012 Menschen aus allen Bildungsbereichen, um sich über freie und offene Bildungsmaterialien auszutauschen. Unter Corona-Bedingungen stieg 2020 die Nachfrage nach Know-how zu digitalen Materialien – gleichzeitig waren Präsenzveranstaltungen nicht möglich. Das Team der OERcamp-Coaches hat stattdessen Selbstlernkurse entwickelt, die komplett kostenlos zur Verfügung stehen und über die Pädagog*innen praxisnahe Kompetenzen entwickeln können.

          Es gibt insgesamt sechs Selbstlernkurse, die aus je 14 oder mehr Video-Einheiten und interaktiven Übungen bestehen. Die Themen umfassen:
          – 100 Fundstellen für freie Lehr-Lern-Materialien
          – Offene Webtools für offenes Lehren und Lernen
          – Online-Kurse mit und als OER gestalten
          – Videos & Audios aufnehmen und bearbeiten
          – Interaktive Aufgaben mit H5P gestalten
          – #OERklärt – 14 Erklärvideos rund um OER

          Podcast

          Edu-Podcast – was hört ihr so?

           

          Podcast „Wissenschaft & Schule“